Tipps der Feuerwehr

Brandfall

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch, 6000 werden dadurch verletzt. Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen fast 4 Mrd. Euro, und die Tendenz ist steigend.

Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisseentsteht durch Unachtsamkeit und wird oft durch Unwissenheit noch schlimmer.Wir informieren Sie deshalb über das richtige Verhalten imBrandfall.

Die richtige Reihenfolge im Brandfall ist immer zu beachten:
Retten
Alarmieren
Löschen

 

  • Bleiben Sie ruhig.
  • Bringen Sie sich und andere gefährdete Personen in Sicherheit.
  • Fenster und Türen schließen.
  • Ist wegen Rauch und Feuer ein gefahrloser Weg ins Freie nicht mehr möglich, bleiben Sie im Zimmer.
  • Machen Sie sich am Fenster bemerkbar.
  • Warten Sie die Ankunft der Feuerwehr ab und folgen Sie deren Anweisungen.
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr über den Notruf 112.
    Beachten Sie bei der Alarmierung folgendes Schema:
    Wer ruft an? (Name, Adresse)
    Wo ist etwas passiert? (Ort, Straße, Hausnummer, Geschoss)
    Was ist passiert? (Feuer, Verletzte, eingeschlossene Personen)
  • Nehmen Sie die Brandbekämpfung erst nach der Rettung gefährdeter Menschen und der Alarmierung der Feuerwehr auf.
  • Gehen Sie kein Risiko ein! Benutzen Sie Wasser oder einen Feuerlöscher. Und denken Sie daran:
    Bei Kleinbränden kann das Feuer oft mit einer Decke erstickt werden.
    Fett- und Ölbrände nie mit Wasser löschen: Explosionsgefahr!

Grillen

Grillen ohne Reue

 

Die Sommerzeit beginnt und damit die Grillsaison. Dass dieses beliebte Sommervergnügen keine schmerzlichen Erinnerungen hinterlässt, gibt Ihnen die Feuerwehr folgende Tipps:

  • Benutzen Sie nur einen standsicheren Grill. Achten Sie auf einen feuerfesten Untergrund.
  • Halten Sie genügend Abstand zu Feld und Wald und anderen brennbaren Materialien. Achten Sie darauf, dass keine Glut vom Wind verweht wird. Halten Sie Löschmittel bereit.
  • Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt am Grill.
  • Sollte es zu Brandverletzungen kommen, kühlen Sie diese mit viel Wasser, decken Sie Wunden möglichst keimfrei ab. Sofortige ärztliche Behandlung ist nötig!
  • Grillen sie nie in einem Raum ohne Zu- und Abluft (Erstickungsgefahr!).
  • Abtropfendes Fett kann brennen und das Grillgut entzünden. Auch aus gesundheitlichen Gründen sollte brennendes Fett vermieden werden.
  • Holzkohle nur mit geeigneten Zündhilfen (Grillanzünder, Pasten usw.) in Brand setzen. Niemals Spiritus, Benzin o.ä. verwenden! Diese können durch Verpuffungen zu schwersten Verbrennungen führen!
  • Restliche Grillkohle (Asche) erst dann entsorgen, wenn sie wirklich abgekühlt ist. Auch dann nicht in Kartons oder Plastikbehälter schütten, im Zweifel Glutreste ablöschen.
  • Beim Gasgrill unbedingt darauf achten, dass die Anschlüsse dicht sind. Verbindungsschlauch nicht der Hitze aussetzen. Achten Sie auf die Flamme. Erlöscht diese unbeabsichtigt, kann weiter Gas austreten, das brand- und explosionsgefährlich ist.
  • Sollten Sie einen Betongrill benutzen, heizen Sie ihn beim ersten Mal langsam an, sonst könnte die Betonplatte zerbersten und Verletzungen hervorrufen.

Fasnacht

Tolle Tage - „narrensicher“

 

In den kommenden Wochen erreicht der Fasching seinen Höhepunkt. Narren und Hexen stürzen sich übermütig ins Vergnügen. In Wirtschaften, Diskotheken, Hallen oder zu Hause im Partykeller gibt sich die bunte Narrenschar ein lustiges Stelldichein. Wenn die Musik spielt und sich die Polonaise in Gang setzt, vergessen viele, dass gerade diese „heiße Phase“ des närrischen Treibens auch Gefahren in sich birgt. Dies muss nicht sein. Darum gibt Ihnen die Feuerwehr folgende Expertentipps:

  • Dekorationen, Girlanden, Luftschlangen oder Lampions dürfen nicht mit offenem Feuer, Heizstrahlern oder Glühbirnen in Berührung kommen. Am besten schwer entflammbare Dekorationen verwenden.
  • Brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen, insbesondere zu vorgerückter Stunde, wenn die Stimmung besonders ausgelassen ist.
  • Mit glimmenden Zigaretten nicht achtlos umgehen; sie können schnell einen Brand entfachen.
  • Zigarettenkippen können noch lange nachglühen. Aschenbecher niemals in Papierkörbe entleeren. Am besten sind Blecheimer.
  • Für Kostüme kein leicht brennbares Material verwenden. Eine originelle Verkleidung muss noch lange nicht sicher sein.
  • Achten Sie in Hallen und Sälen auf die Notausgänge, sie dürfen keinesfalls verstellt oder geschlossen sein.

Die Feuerwehr wünscht allen Narren tolle Tage und ein wenig Aufmerksamkeit, damit sie auch noch am Aschermittwoch schmunzelnd oder gar lachend auf die Fasnet zurückblicken können.

Hochwasser

Kaum einer hat sich ausmalen können, dass die Naturgewalten in unserem hoch technisierten Land so verheerende Schäden anrichten können. Wir wiegen uns in Sicherheit, doch jeder kann betroffen sein.

 

Wenn Sie in der Nähe eines Flusslaufes oder Baches wohnen, sollten Sie Vorsorge treffen:

  • Verfolgen Sie regelmäßig Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen.
  • Halten Sie genügend Sandsäcke, Folien und Bretter bereit, um Türen, Lichtschächte, Kellerabgänge gegen eindringendes Wasser zu schützen.
  • Überprüfen Sie die Gullys in Ihrer Nähe: Sie sollten nicht durch Laub und Äste verstopft sein.
  • Überprüfen Sie Ihre Kellerräume und lagern Sie wertvolle Gegenstände hoch.
  • Denken Sie an Ihre Elektrogeräte im Keller, auch diese sollten nach Möglichkeit höher gestellt werden.
  • Sichern Sie Ihre Öltanks gegen Aufschwimmen und Kippen.
  • Halten Sie Taschenlampen und Kerzen bereit, denn meist fällt der Strom aus.
  • Deponieren Sie wichtige Dokumente in einem geeigneten Behälter.
  • Machen Sie Ihre Kinder auf die besondere Gefahr bei Hochwasser und Überschwemmung aufmerksam.
  • Bringen Sie Ihr Auto rechtzeitig in Sicherheit.

 

Deshalb hier einige vorbeugende Tipps:

  • Beachten Sie die Absperrungen und Durchsagen von Polizei und Feuerwehr.
  • Gehen Sie nicht in überflutete Keller und Tiefgaragen.
  • Schalten Sie den Strom über den Hauptschalter ab.
  • Fahren Sie nicht mit dem Auto in überflutete Bereiche, Motorschaden ist möglich.
  • Sichern Sie sich ausreichend bei Rettungsversuchen.
  • Meiden Sie Uferbereiche.
  • Benachrichtigen Sie die Feuerwehr bei auslaufendem Heizöl.

 

Die Feuerwehr wünscht allen Narren tolle Tage und ein wenig Aufmerksamkeit, damit sie auch noch am Aschermittwoch schmunzelnd oder gar lachend auf die Fasnet zurückblicken können.

Leinöl

Vorsicht beim Umgang mit Leinöl zur Holzpflege

 

Landesbranddirektor Hermann Schröder: „Mit Leinöl getränkte Stofflappen sind tickende Brandbomben“

„Mit Leinöl getränkte Lappen neigen zur Selbstentzündung und sind bei unsachgemäßem Umgang oft Ursache für Brände. Wer seine Hölzer in Haus und Garten mit Leinöl für den Sommer fit macht, sollte die verwendeten Pinsel gut reinigen und die zum Auftragen verwendeten Stofflappen sachgerecht aufbewahren oder entsorgen.“

Mit den sommerlichen Temperaturen beginne auch die Garten- und Terrassenzeit. Viele Menschen würden ihre Gartenmöbel aus Hartholz oder die Holzterrasse auf Hochglanz bringen und mit einem geeigneten Leinöl als Witterungsschutz behandeln. Zum Auftragen und zum Nachbehandeln würden meist Textilstoffe verwendet, die dann mit dem Öl getränkt sind und von denen eine erhebliche Brandgefahr ausgehe. Leinöle würden Fettsäuren und ungesättigte chemische Verbindungen enthalten, die mit Sauerstoff unter Umständen exotherme Verbindungen eingehen. Die dabei entstehende Wärme staue sich in den zusammengeknüllten Stofflappen und könne diese letztlich entzünden.

„Wer seine verschmutzte Lappen leichtsinnig in den Müll geworfen hat oder zusammengeknüllt mit dem Lein öl und den behandelten Hölzern bis zur Weiterarbeit am nächsten Tag lagert, holt sich eine tickende Brandbombe ins Haus.“ sagte Schröder. Die Warn- und Behandlungshinweise auf den Behältern sollten deshalb genauestens befolgt werden.

„Wer mit Leinöl getränkte Lappen bis zum nächsten Arbeitsgang aufbewahren will, sollte diese in einem nichtbrennbaren, luftdicht verschließbaren Behälter lagern und den möglichst im Freien weitab von brennbaren Materialien und Gebäudeteilen abstellen. Nicht mehr benötigte Lappen sollten ausgebreitet an der Luft gut getrocknet und anschließend in luftdicht verschlossenen Behältern der Schadstoffsammlung zugeführt werden. Dann gibt es keine unliebsamen und gefährlichen Überraschungen“, betonte der Landesbranddirektor.

Kinder & Feuer

Kinderbrandstiftung - ein brennendes Problem

 

Fast jeder vierte von der Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelte Tatverdächtige ist ein Kind unter 14 Jahren!

 

Eine statistische Zahl, hinter der sich oftmals viel Leid verbirgt. Denn welch verheerenden Folgen das kindliche Spiel mit dem Feuer haben kann, erfahren wir jeden Tag aus den Medien: Tote, Schwerverletzte, zeitlebens verstümmelte und durch Brandwunden entstellte Menschen, und verzweifelte Hinterbliebene, ganz abgesehen von den erheblichen Sachschäden.

 

Der hohen Zahl von Kinderbrandstiftungen kann nur durch sinnvolle Aufklärung entgegengewirkt werden.

 

Hier tragen insbesondere die Eltern die Verantwortung, welche die Kinder schon frühzeitig über die Gefahren des Feuers informieren sollten.

 

Die Feuerwehr hilft Ihnen hier mit einigen Tipps und Ratschlägen:

  • Fürsorgliche Eltern machen Kleinkinder schon frühzeitig mit dem Feuer bekannt: Durch das langsame Hinführen eines Fingers zur offenen Flamme macht das Kind die erste unangenehme Bekanntschaft mit dem heißen Feuer.
  • Der kindliche Spiel- und Nachahmungstrieb will gestillt werden. Umsichtige Eltern nehmen darauf Rücksicht. Unter Aufsicht erlauben sie ihren Kindern den Umgang mit Streichholz, Feuerzeug und Kerze, wann immer es sich anbietet. Zum Beispiel, um Geburtstagskerzen oder die Kerze eines Teestövchensanzustecken.
  • Zum Indianerspiel gehört für einen richtigen Jungen auch ein knisterndes Lagerfeuer. Auch hier hilft kein Verbot! Ein umsichtiger Vater wird beim ersten Indianerfeuer mit dabei sein, damit die kleine "Rothaut" Anleitung erhält und Vorsichtsregeln zur Selbstverständlichkeit werden.

 

Verantwortungsbewusste Eltern gehen selbst mit gutem Beispiel voran und ...

  • ... lassen keine Streichhölzer und Feuerzeuge achtlos liegen!
  • ... schicken ihre Kinder nicht zum Einkaufen von Streichhölzern!
  • ... vertrauen Kindern unter 10 Jahren kein offenes Licht an!
  • ... lassen Kleinkinder niemals bei offenem Licht allein!
  • ... bringen ihren Kindern rechtzeitig das Absetzen einer Notrufmeldung bei!

 

Die Feuerwehr wünscht allen Narren tolle Tage und ein wenig Aufmerksamkeit, damit sie auch noch am Aschermittwoch schmunzelnd oder gar lachend auf die Fasnet zurückblicken können.

Rauchmelder

Rauchmelder: Viel Sicherheit für wenig Geld

 

RauchmelderJährlich sterben nahezu 800 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland durch Feuer und Rauchgase. Über 6000 Verletzte und Sachschäden in Millionenhöhe bilden die jährliche Bilanz von Haus- und Wohnungsbränden. Die meisten der Brände entstehen nachts, wenn die Bewohner schlafen. Die Brandopfer sterben dabei weniger durch Feuer, als durch die Brandgase.
Die meisten Brände beginnen klein. Ein Defekt in der elektrischen Anlage oder einem Gerät, eine brennende Zigarettenkippe, Unachtsamkeit im Haus oder zündelnde Kinder: Viele Brände werden nicht sofort bemerkt, sie schwelen oft über Stunden und die dabei entstehenden Rauchgase werden von Schlafenden nicht bemerkt.

 

Rauchgase

  • kommen lautlos
  • wirken einschläfernd und erstickend
  • sind extrem giftig
  • behindern die Sicht
  • führen zu Orientierungslosigkeit, Angst und Panik

 

Also: Rauchgase wirken tödlich.

Rauchmelder „merken“ die drohende Gefahr rechtzeitig, viel früher als der Mensch.  Sie arbeiten nach dem foto – optischen Prinzip: Dringen Rauchgase in eine spezielle Kontrollkammer ein, so wird so lange ein lautes Warnsignal ausgelöst, bis die Kammer wieder rauchfrei ist.

Heimrauchmelder sind einfach zu installieren und arbeiten wartungsfrei. Sie sind batteriebetrieben und funktionieren auch bei Stromausfall.

Als Mindestschutz sollte pro Stockwerk ein Rauchmelder an zentraler Stelle (im Flur) an der Decke installiert werden. Ratsam sind Rauchmelder in Kinderzimmern, Schlafzimmern und Räumen mit elektrischen Geräten. Auch im Keller und auf dem Dachboden sind Rauchmelder geeignet. In Bad und Küche ist die Installation wegen der auftretenden Dämpfe nicht sinnvoll. Hier können Wärmemelder angebracht werden.

 

Was Sie beim Kauf von Rauchmeldern beachten sollten

  • Gütesiegel (VdS – Zulassung, TÜV – GS, CE, BS)
  • Geprüft nach prEN/ISO 12239
  • Langzeitgarantie des Herstellers
  • Vernetzbarkeit mit anderen Rauchmeldern
  • Testknopf zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Batterie und Kontrollkammer
  • Montagesperre bei nicht eingelegte Batterie
  • Leuchtdiode zur Anzeige der Funktionsbereitschaft
  • 30 – Tage Ausfallton für den notwendigen Batteriewechsel
  • Leichte Montage

 

Rauchmelder für Wohnungen sind in Baumärkten und Fachgeschäften für Sicherheitstechnik zu einem erschwinglichen Preis erhältlich. Sie kosten unter € 25.- und werden sowohl von Brandschutzexperten wie Feuerwehren als auch von Versicherungen empfohlen. Leider ist die Installation in Deutschland nicht vorgeschrieben wie in den USA und Skandinavien.

Ihre Feuerwehr berät Sie gern.

 

Heimwerken

Zählen Sie auch Sicherheit dazu!

 

Übertriebener Ehrgeiz schadet. Ganz besonders dann, wenn er schlimme Gefahren nach sich ziehen kann. Besonders das beliebte Heimwerken ist risiko- und gefahrenträchtig. Der verantwortungsbewusste Heimwerker weiß:

  • Bohren und nageln in senkrechter oder waagrechter Linie zu Steckdosen oder elektrischen Schaltern ist lebens- und brandgefährlich. Ein „Leitungssuchgerät“ hilft.
  • Feuergefährliche Stoffe (Benzin, Verdünnung, Reinigungsmittel u. ä.) niemals in der Nähe von offenem Feuer verwenden oder in der Nähe von Wärmequellen aufbewahren.
  • Wenn brennbare Dämpfe entstehen  gut lüften; Zündquellen ausschalten.
  • Löten und Schweißen ist nichts für Anfänger und beim Trennen und Schleifen fliegen glühende Teile oft mehrere Meter weit. Darum Sicherheitsabstände zu brennbaren Stoffen einhalten, Löschmittel bereitstellen und wiederholte Kontrollen auch nach Abschluss der Arbeiten durchführen.
  • Sicherheitsabstände zu brennbaren Stoffen einhalten, Löschmittel bereitstellen und
    wiederholte Kontrolle auch nach Abschlussarbeiten.
  • Nur Baustoffe verwenden, die nicht brennbar oder schwer entflammbar sind; Prüfnummern und Kennzeichnungen beachten
  • Beim Dachgeschossausbau den zweiten Rettungsweg (Fenster) nicht vergessen.
  • Gebrauchte Putzlappen entzünden sich oft von selbst - deshalb nur in feuerfesten, verschlossenen Behältern aufbewahren.
  • Rauchabzugsrohre mit genügend Abstand von brennbaren Materialien montieren.

Sondersignal

Blaulicht und Martinshorn müssen sein!

 

Stellen Sie sich vor:

Sie wohnen beim Feuerwehrhaus oder an der Hauptstraße. Nachts fährt mit tatü-tata und Riesenkrach die Feuerwehr an ihrem Haus vorbei.

 

Sie werden wach! Was denken Sie?

  • Hoffentlich können die Feuerwehrleute noch rechtzeitig helfen oder
  • Die werden doch nicht zu uns kommen oder
  • Sind alle unsere Kinder zu Hause oder
  • Müssen die so einen Krach machen und mich in meiner wohlverdienten Nachtruhe stören!
 

Wird die Feuerwehr alarmiert, zählt jede Sekunde. Minuten entscheiden oftmals über Leben und Tod, über kleines Feuer oder Großbrand mit riesigem Sachschaden. Darum muss die Feuerwehr im Schadensfall möglichst rasch an der Einsatzstelle sein. Und dabei helfen ihr die Sonderrechte nach § 35 Straßenverkehrsordnung.  

Diese können aber nur mit Blaulicht und Martinshorn in Anspruch genommen werden  

Es ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen.“ Das Blaulicht allein ist hierfür unzulässig.

 

Stellen sie sich vor, dass diese „krachmachenden“ Feuerwehrleute

  • Vor 5 Minuten noch selbst in ihren Betten waren – wie Sie
  • Um 6 Uhr wieder zur Arbeit müssen – wie Sie
  • Die nächsten 2 oder 3 Stunden nicht mehr schlafen werden (was oftmals auch für die Familien gilt).

 

Übrigens: In Landgemeinden verzichtet die Feuerwehr nachts auf das Martinshorn 

 

Die Feuerwehr – Tag und Nacht für sie einsatzbereit – dankt ihnen für ihr Verständnis.

Urlaubszeit

Urlaubszeit – Stauzeit – Unfallzeit

 

Das kennen viele von uns schon zur Genüge: Man freut sich auf den wohlverdienten Jahresurlaub, packt seine sieben Sachen und startet mit dem PKW in Richtung Autobahn. Kaum hat man einige Kilometer hinter sich,  schon endet die Fahrt im Stau. Da dauert es auch nicht lange bis die ersten Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge herankommen und sich mühsam einen Weg durch das Verkehrsgewühle suchen. So sollte es nicht sein, denn bei ihnen zählt oft jede Minute.

Hier einige Tipps zum richtigen Verhalten bei Stau auf Autobahnen und Bundesstraßen:

 

  • Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten ist grundsätzlich eine Rettungsgasse zu schaffen
  • Bei zwei Fahrstreifen in einer Richtung ist immer die Mitte der Richtungsfahrbahnen frei zu machen, also fahren Sie entweder ganz rechts oder ganz links
  • Bei drei Fahrstreifen in einer Richtung ist immer zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen eine Gasse frei zu machen
  • Halten Sie sich nicht in der  Rettungsgasse auf, auch wenn Sie aussteigen sollten

 

Denken Sie daran, Feuerwehr und Rettungsdienst müssen möglichst schnell voran kommen, ihre Hilfe kann nicht warten.

Und noch etwas wichtiges:

Die Notrufnummer 112 ist nicht nur in Deutschland der einheitliche, kostenlose und direkte Draht zu schneller Hilfe. Mittlerweile ist die 112 in den meisten europäischen Staaten als „europaweite“ Notrufnummer geschaltet, so erhalten sie auch in den Urlaubsländern in einem Notfall schnelle Hilfe. Auch in den Handynetzen verbindet die 112 mit der zuständigen Notrufzentrale.

Der heiße Fernsehtipp

Der heiße Fernsehtipp

 

Fernsehen und Video sind in unserem täglichen Leben fast unentbehrlich geworden. Bei aller Begeisterung für Actionfilme und Komikserien sollte jedoch nicht vergessen werden, dass selbst die beste Technik einer stundenlangen Belastung nicht immer standhalten kann. Ein überhitzter Fernsehapparat hat schon so manchen Wohnungsbrand mit oftmals schlimmen Folgen ausgelöst. Damit der Nervenkitzel nur auf der Mattscheibe und nicht in den eigenen vier Wänden stattfindet, beachten Sie bitte folgende Ratschläge:

  • Fernsehgerät vor Überhitzung schützen und dem Gerät öfter mal eine Pause gönnen
  • Stets für eine gute Be- und Entlüftung des Gerätes sorgen, besonders dann, wenn es in Möbel eingebaut ist
  • Be- und Entlüftungsöffnungen nicht durch Zierdecken, Zeitschriften, Papier und dergleichen abdecken
  • Eingeschalteten Apparat nie unbeaufsichtigt lassen. Bei längerer Abwesenheit Netz- und Antennenstecker ziehen
  • Bei verdächtigen Symptomen wie ungewöhnlichen Bildstörungen oder Brandgeruch den Fernseher sofort abschalten und den Stecker ziehen

 

Und wenn es dennoch einmal brennt:

  • Gerät abschalten und sofort Netzstecker ziehen
  • Rückwand des Gerätes mit einer Wolldecke (keine Kunstfasern!) abdecken, um den Brand zu ersticken.
  • Bei allen Löschversuchen nur seitlich des Gerätes stehen, um sich nicht der Gefahr einer Implosion der Bildröhre auszusetzen.

 

Alarmieren Sie in jedem Fall die Feuerwehr über die Notrufnummer 112.

Wir helfen Ihnen schnell.

Auch Kälte bringt Gefahren

Auch die klirrende Kälte birgt Gefahren

 

Rohre frostfrei halten

  • Stellen Sie Wasserleitungen in unbeheizten Räumen nach Möglichkeit ab und entleeren Sie die Rohre.
  • Drehen Sie Heizkörper jetzt nie ganz ab, auch nicht nachts oder im Urlaub. Wählen Sie mindestens die gekennzeichnete Frostschutzstellung.
  • Sichern Sie Leitungen in unbeheizten Räumen mit einem Frostwächter, wenn sie nicht abgestellt werden können.

 

Wasserleitungen richtig auftauen

  • Benutzen Sie auf keinen Fall eine Lötlampe oder anderes offenes Feuer, dies ist oft der Grund für Brände. Die Hitze entzündet durch Wärmeleitung oftmals unkontrolliert brennbare Stoffe an anderen Stellen und in Hohlräu­men, zum Beispiel Isoliermaterial.
  • Benutzen Sie zum Auftauen besser Haartrockner, Heizlüfter, Heißluft­gebläse, ein Dampfstrahlgerät oder Tücher, die in heißes Wasser getaucht wurden.

 

Im Winter sicher heizen

  • Lassen Sie Heizungsanlagen und Kamine regelmäßig vom Fachmann war­ten.
  • Lagern Sie Brennmaterialvorräte nicht zu nahe am Ofen.
  • Entsorgen Sie heiße Asche nur in feuerfeste Mülleimer oder Mülltonnen.
  • Sorgen Sie beim Einsatz von Gasheizlüftern für gute Belüftung.
  • Stellen Sie provisorische Feuerstätten sachgerecht auf, lassen Sie dies am besten von einem Fachmann erledigen.

Alle Jahre wieder kommt die Feuerwehr

Alle Jahre wieder kommt die Feuerwehr

 

Bald ist Weihnachten, ein Fest der Freude und Besinnlichkeit, aber auch Hochkonjunktur für die Feuerwehren. Da genügt schon eine kleine Unachtsamkeit und der Christbaum steht in hellen Flammen. Damit aus Ihrer Weihnachtsfeier kein Weihnachtsfeuer wird, hier einige Tipps:

  • Bewahren Sie den Christbaum bis zu den Festtagen möglichst im Freien auf.
  • Achten Sie auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Vorhängen und Gardinen.
  • Sofern Sie Wachskerzen benutzen, befestigen Sie diese so, dass andere Zweige nicht Feuer fangen können; verwenden Sie Kerzenhalter aus feuerfestem Material.
  • Stellen Sie für den Fall eines Falles Löschmittel griffbereit, da genügt schon ein Eimer Wasser.
  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt; Eltern sollten auf ihre Kinder achten.
  • Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem vor Kindern sicheren Platz auf.

 

Und für Sivester:

  • Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff, achten Sie auf die Hinweise des Herstellers.
  • Nach dem Anzünden ausreichenden Sicherheitsabstand einnehmen, niemals auf Menschen und Tiere werfen.
  • Nicht gezündete Feuerwerkskörper niemals nachzünden, Blindgänger sind immer gefährlich.
  • Feuerwerkskörper nicht in oder auf Häuser werfen. Fenster während der Knallerei schließen.

 

Und im Falle eines Brandes: Sofortige Alarmierung der Feuerwehr über Notruf 112, Türen und Fenster schließen.

Adventszeit

Advents- und Weihnachtsstimmung überall:

Doch hoffentlich nicht ohne Sicherheitsvorkehrungen!

 

Auch in diesem Jahr rechnen die Feuerwehren wieder mit einem „umfangreichen Advents- und Weihnachtsgeschäft“. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist bundesweit von über 2500 Einsätzen auszugehen, die durch brennende Adventsgestecke und Weihnachtsbäume notwendig werden. Denken Sie daran, dass das Brandrisiko steigt, wenn Gestecke und Adventskränze nicht mehr ganz frisch sind. Denn: Trockene Tannenzweige brennen wie Zunder. Und solche Brände haben schon oft genug Hab und Gut vernichtet.

Viele Brände können vermieden werden, wenn Sie selbst entsprechende Vorsorge treffen:

  • Stellen Sie Gestecke und Adventskränze mit Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage, halten Sie Abstand zu anderen brenn­baren Gegenständen
  • Befestigen Sie die Kerzen in feuerfesten Haltern, so bleiben sie senkrecht
  • Entfernen Sie heruntergebrannte Kerzen rechtzeitig
  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt
  • Bewahren Sie Streichholz und Feuerzeug an einem für Kinder sicheren Platz auf
  • Adventskränze trocknen mit der Zeit aus und sind dann um so leichter entflammbar. Das trockene Material brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab. Eine Brandausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich. Halten Sie aus diesem Grund ei­nen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit.

 

Übrigens:

Rauchmelder reagieren wesentlich früher auf giftige Rauchgase als der Mensch. Sie können somit Leben retten und sind zudem preiswert in den Elektrofachgeschäften zu haben. Auch die Feuerwehr berät Sie. Wichtig: Rufen Sie sofort nach Entdecken eines Feuers die Feuerwehr über Notruf 112, schließen Sie Türen und Fenster.